Kingdom Come Salvation: Trademark verrät den Namen des nächsten Warhorse-Spiels
Manchmal reicht ein simpler Behördengang, um monatelange Gerüchte zu beenden: Ein Markenantrag bei der europäischen Patentbehörde EUIPO hat offenbar den Namen von Warhorse Studios' nächstem großen Projekt enthüllt. Am 23. Juli wurde dort der Begriff „Kingdom Come Salvation" eingetragen – und alles deutet darauf hin, dass genau das der Titel des nächsten Kapitels der gefeierten Mittelalter-RPG-Reihe wird.
Bestätigt hat Warhorse das offiziell zwar noch nicht, doch die Indizien sind erdrückend. Die Anwaltskanzlei hinter dem Antrag sitzt in Prag und wurde bereits für frühere Kingdom-Come-Marken genutzt, zudem gleicht die Schriftart des eingereichten Logos exakt jener aus der offiziellen Studio-Ankündigung. Bereits im Mai hatte Warhorse bestätigt, gleich an zwei großen Projekten zu arbeiten: einem offenen Middle-earth-RPG im Herr-der-Ringe-Universum sowie an einem neuen Kingdom-Come-Abenteuer, dessen Name damals noch geheim blieb. Besonders spannend: In der Markenanmeldung taucht eine Formulierung auf, die Fachmedien als möglichen Hinweis auf Online- oder Multiplayer-Funktionen deuten – ein Novum für die bislang strikt solo spielbare Reihe. Kommunikationsdirektor Tobias Stolz-Zwilling hatte zudem bei einem Community-Livestream durchblicken lassen, dass man das Spiel im kommenden Geschäftsjahr veröffentlichen möchte.
In der Fachpresse und Community wird bereits munter spekuliert. Mehrere Portale weisen darauf hin, dass der Wechsel vom Reihennamen „Deliverance" zu „Salvation" eher auf ein eigenständiges Abenteuer als auf eine nummerierte Fortsetzung hindeutet – Warhorse selbst hatte angedeutet, die Geschichte von Held Heinrich von Skalitz sei auserzählt. Manche Fans träumen bereits von einem Szenario rund um die Hussitenkriege, die Böhmen einige Jahzehnte nach den Ereignissen von KCD2 erschütterten. Andere Stimmen warnen zur Vorsicht: Die im Antrag genannten Klauseln zu "Matching-Diensten für Nutzer" seien zwar auffällig, aber keineswegs ein Beweis für waschechten Multiplayer, sondern oft nur juristisches Standardvokabular. PC Gamer wiederum sorgt sich eher um die Frage, ob es überhaupt ein waschechtes offenes RPG wird oder ob die vage Bezeichnung "Abenteuer" auf ein kleineres, kompakteres Format hindeutet.
Wir bei LOADOUT freuen uns riesig, dass Warhorse offenbar schon wieder in den Startlöchern steht – gerade weil Kingdom Come Deliverance 2 mit über sechs Millionen verkauften Exemplaren bewiesen hat, wie groß der Hunger nach klugen, bodenständigen Mittelalter-Rollenspielen ist. Gleichzeitig würden wir uns wünschen, dass Warhorse seinen Fokus nicht zwischen zwei riesigen Open-World-Projekten gleichzeitig verzettelt – lieber ein fertiges, poliertes Böhmen-Abenteuer als zwei halbgare Welten. Die Multiplayer-Spekulationen sehen wir eher gelassen: Selbst wenn Online-Elemente kommen, dürfte das Herzstück der Reihe – erzählerische Tiefe und historische Härte – hoffentlich unangetastet bleiben.
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