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Industrie

30 Jahre Prügel-Geschichte: Wie Marvel die Fighting-Game-Szene eroberte

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27. July 2026 · IGN Articles ·

Es begann 1994 in verrauchten Spielhallen: X-Men: Children of the Atom brachte Mutanten und Prügelspaß zusammen und legte damit den Grundstein für eine der schillerndsten Crossover-Reihen der Gaming-Geschichte. Capcom, damals bereits durch Street Fighter II zum Aushängeschild des Genres aufgestiegen, erkannte schnell das Potenzial der Marvel-Lizenz. Es folgten Titel wie X-Men vs. Street Fighter und Marvel Super Heroes vs. Street Fighter, die mit <cite index="1-1,1-2">ihrer thrilling und memorable Gaming-Erfahrung und der nahtlosen Crossover-Erzählung</cite> Fans in Scharen in die Arcades lockten.

Den endgültigen Ritterschlag bekam die Reihe im Jahr 2000 mit Marvel vs. Capcom 2: New Age of Heroes. Mit einem riesigen Roster und dem ikonischen 3-gegen-3-Tag-System avancierte der Titel zum heimlichen König der Fighting-Game-Community – ein Status, der bis heute anhält: <cite index="41-6,41-7">Selbst heute gilt Marvel vs. Capcom 2 als bestes 3v3-Fighting-Game aller Zeiten, mit einem gewaltigen Roster von 56 Charakteren für nahezu endlose Matchups</cite>. Kein Wunder also, dass beim EVO 2025 eine Neuauflage des Klassikers für Rekordzahlen sorgte: <cite index="40-4">Laut den Veranstaltern wurde das MvC2-Turnier bei EVO 2025 zum größten seiner Art überhaupt</cite> – ein deutliches Zeichen dafür, wie tief die Nostalgie in der Szene verwurzelt ist. Nicht jede Fortsetzung konnte an diesen Glanz anknüpfen: Marvel vs. Capcom: Infinite aus dem Jahr 2017 wurde <cite index="43-5">nach seiner Veröffentlichung im September 2017 mit einer ungewöhnlich lauwarmen Reaktion aufgenommen</cite> und flog daraufhin sogar aus dem EVO-Line-up – zum ersten Mal in der 16-jährigen Geschichte des Turniers fehlte damit ein Marvel-vs.-Capcom-Titel auf der großen Bühne.

Und heute, mitten im Jahr 2026, schreibt sich das nächste Kapitel dieser Geschichte quasi live: Mit Marvel Tōkon: Fighting Souls bringt Arc System Works – bekannt für Guilty Gear und Dragon Ball FighterZ – gemeinsam mit Sony und Marvel Games einen waschechten spirituellen Nachfolger von Marvel vs. Capcom auf den Markt. Der 4-gegen-4-Tag-Fighter mit Helden wie Captain America, Spider-Man, Doctor Doom und Ghost Rider soll am 6. August 2026 für PS5 und PC erscheinen. Die offene Beta Ende Juli sorgte in der Community allerdings für gemischte Gefühle: Während viele das flüssige Kampfsystem loben, hagelte es Kritik an der technischen Umsetzung – <cite index="21-6">viele Spieler stießen schnell auf Gameplay- und Performance-Probleme, mit Beschwerden über schlechte Optimierung, Ruckler und Crossplay-Probleme</cite>. Selbst FGC-Größen meldeten sich zu Wort: EVO-Champion FChamp beklagte, das Spiel laufe auf dem PC dermaßen ruckelig, dass man nicht einmal die Einstellungen ändern könne. Trotzdem bleibt die Vorfreude in der Kernszene groß, wie eine aktuelle Community-Umfrage zeigt: <cite index="24-20">Die Fighting-Game-Community wirkt gegenüber Marvel Tokon deutlich begeisterter als das eher zurückhaltende Casual-Publikum</cite>.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Wir bei LOADOUT finden es faszinierend, wie sehr die Marvel-Prügelspiele zeigen, dass Nostalgie und Innovation im Fighting-Game-Genre Hand in Hand gehen müssen – MvC2 ist der beste Beweis, dass ein 25 Jahre altes Spiel die Community immer noch mehr elektrisieren kann als mancher Neuling. Dass Marvel Tōkon nun mit spürbarem Anlauf, aber holpriger Beta an den Start geht, erinnert uns fatal an die Infinite-Erfahrung von 2017: Tolles Grundgerüst, aber technische Stolpersteine könnten den ersten Eindruck trüben. Wenn Arc System Works die PC-Probleme bis zum 6. August in den Griff bekommt, hat das Spiel aber durchaus das Zeug, die MvC2-Krone zumindest ernsthaft herauszufordern.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

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