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Konsolen · Call of Duty

Modern Warfare 4: Korea-Krieg, Kill Block und ein reumütiges Comeback für Captain Price

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78%
24. July 2026 · Dot Esports ·

Am 23. Oktober 2026 schickt Infinity Ward die Modern-Warfare-Reihe zurück an die Front – und diesmal wortwörtlich in einen Flächenbrand. In Modern Warfare 4 marschiert Nordkorea auf breiter Front in den Süden ein und reißt die Welt mit sich in einen Konflikt, der sich rasant ausweitet. Die Kampagne folgt einerseits dem jungen südkoreanischen Rekruten Private Park, der zusammen mit seinem Trupp zum ersten Mal echte Gefechte erlebt, andererseits einem zum Gejagten gewordenen Captain Price, der abseits offizieller Kanäle seinen eigenen Krieg gegen die Drahtzieher hinter der Invasion führt und dabei mit Ghost aneinandergerät. Schauplätze reichen von Schützengräben in Korea über Häuserkampf in New York bis zu nächtlichen Einsätzen in Mumbai und einer Verfolgungsjagd durch Paris.

Spielerisch vollzieht Infinity Ward eine faustdicke Kehrtwende: Das omnidirektionale Bewegungssystem aus Black Ops 6 und 7, das wilde 360-Grad-Slides und Dives erlaubte, fliegt komplett raus. Stattdessen setzt MW4 auf ein geerdeteres, präziseres Movement mit erweitertem Mantling, Klettern, Hangeln und neuen Kniffen wie dem Sliden über Autos oder dem Erklimmen von Rohren – Fans, die von Black Ops' Bewegungsakrobatik genug hatten, dürfte das freuen. Multiplayer-seitig gibt es zwölf brandneue 6v6-Maps zum Launch, dazu großangelegte Big-War-Schlachten mit Fahrzeugen sowie den neuen Modus Kill Block: eine sich pro Runde neu zusammensetzende Arena aus wechselnden Slabs mit über 500 möglichen Layout-Kombinationen, die in 3v3- und 10v10-Formaten gespielt wird. Auch DMZ kehrt zurück, diesmal als waschechtes 1.0-Release mit einer Sperrzone namens Hajin, persistentem Inventar, einer eigenen Forward Operating Base und dynamischem Wetter – während der beliebte Zombies-Modus dieses Jahr komplett fehlt.

Die Fachpresse reagiert bislang überwiegend positiv: Mehrere Vorschau-Autor:innen, die bereits Hands-on-Zeit mit der Multiplayer-Demo hatten, loben das runderneuerte, spürbar geerdetere Gunplay und die flüssigen Animationen. In der Community ist die Stimmung gespaltener: Während viele die Rückkehr zu einem ernsteren, weniger arcadigen Movement begrüßen, gibt es auf Reddit auch deutliche Skepsis – zu oft schon wurden große Versprechen von Season-Content und aggressivem Monetarisierungsdruck kassiert, und auch die sichtbehindernde Mündungsraucheffekte aus frühen Kill-Block-Aufnahmen sorgten für Kritik, auf die Infinity Ward mittlerweile reagiert hat. Der Kontext macht den Druck spürbar: Black Ops 7 verkaufte sich 2025 so schlecht wie kein Call of Duty seit 2008 und musste sich sogar EAs Battlefield 6 geschlagen geben – für MW4 steht also einiges auf dem Spiel.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Wir bei LOADOUT finden die Abkehr vom Omnimovement mutig, aber richtig – Call of Duty hatte sich zuletzt selbst überholt und brauchte dringend wieder mehr Bodenhaftung statt Break-Dance-Gefechte. Dass Infinity Ward zudem auf ein waschechtes DMZ 1.0 statt eines weiteren halbgaren Experiments setzt, macht uns neugierig, auch wenn wir die Skepsis der Community rund um Season-Monetarisierung absolut teilen. Ob MW4 wirklich der große Reset wird, den die Marke nach dem Black-Ops-7-Debakel braucht, entscheidet sich erst in der offenen Beta ab Ende August – bis dahin bleibt die Vorfreude bei uns groß, aber nicht unkritisch.

Zur Originalquelle (Dot Esports) →

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