DCKO: DC schickt Batman & Co. als Mobile-Fighter in den Ring – Vorregistrierung läuft
Wer beim Anblick von Batman, Superman und Wonder Woman in einem neuen DC-Trailer sofort an Injustice 3 gedacht hat, wurde überrascht: Die Ankündigung entpuppte sich als DCKO, ein neues Free-to-Play-Mobile-Game von Warner Bros. Interactive Entertainment und dem noch jungen Studio Drop Fake. Das Team steht laut mehreren Berichten übrigens nicht bei null – es besteht aus ehemaligen Entwickler:innen von Marvel Contest of Champions, was der Ausrichtung des Spiels deutlich anzumerken ist. DCKO erscheint 2027 für iOS und Android, die Vorregistrierung über die offizielle Website ist bereits jetzt möglich und komplett kostenlos, ohne jede Kaufverpflichtung.
Statt klassischer Eins-gegen-eins-Duelle setzt DCKO auf 2v2-Tag-Team-Kämpfe: Spieler:innen stellen sich aus Helden und Fieslingen wie Batman, Superman, Wonder Woman, Robin, Nightwing, Harley Quinn, Constantine, Lex Luthor oder Doomsday ihr Duo zusammen und wechseln mitten im Kampf zwischen den Charakteren, um Assist-Attacken, Combo-Tags und gemeinsame Super-Moves auszulösen. <cite index="16-4,16-5">Aktuell sind 19 Helden und Schurken für den Roster bestätigt, wobei monatlich ein weiterer Kämpfer hinzukommen soll</cite> – darunter überraschend auch Nischen-Charaktere wie John Constantine, der es nie in die Injustice-Reihe geschafft hat. Grafisch verfolgt das Spiel einen "Neo-Comic"-Look, <cite index="15-7,15-8">der die Seiten eines Comics mit kräftigen Tuschelinien, energiegeladenen Farben und dynamischen Super-Move-Animationen zum Leben erweckt, während die Kämpfe unter anderem in Themyscira, der Batcave und den Lazarus Pits stattfinden</cite>. Besonders betont wird zudem der Multiplayer-Modus: <cite index="12-7">Echtzeit-PvP-Duelle gelten als echtes Novum für mobile DC-Kämpferspiele</cite>, ergänzt um Story-lastige PvE-Missionen.
Die Fachpresse reagiert gespalten. Während viele Outlets die spielerische Tiefe loben und Parallelen zum PC/Konsolen-Tag-Fighter 2XKO ziehen – <cite index="16-3">DCKO scheint sich einige Seiten aus dessen Spielbuch abzuschauen, indem es ein 2v2-Kampfspiel mit Assists, Tags und mehr wird</cite> –, überwiegt in der Community die Ernüchterung. Zahlreiche Fans hatten fest mit einer Ankündigung von Injustice 3 gerechnet, zumal seit Injustice 2 aus dem Jahr 2017 kein neuer Teil der Reihe erschienen ist und NetherRealm Studios seither nur noch Mortal-Kombat-Spiele veröffentlicht hat. Ein Kotaku-Redakteur brachte die zwiespältige Stimmung auf den Punkt: Einerseits hofft man, dass DCKO irgendwann auch auf Konsolen und PC landet, andererseits wünscht man sich weiterhin ein echtes NetherRealm-Injustice. Auch beim Monetarisierungsmodell gibt es Skepsis: Manche Medien vermuten angesichts der Formulierungen auf der offiziellen Website ein Gacha-System zur Charakterfreischaltung, ähnlich wie es aus Marvel Contest of Champions bekannt ist – offiziell bestätigt ist das aber nicht. Positiv wird dagegen aufgenommen, dass die Vorregistrierung an Community-Meilensteine gekoppelt ist: Je mehr Menschen sich anmelden, desto mehr Belohnungen gibt es für alle zum Launch geschenkt.
Aus unserer Sicht ist DCKO ein cleverer, aber riskanter Move: Warner Bros. bedient mit einem waschechten Free-to-Play-Live-Service-Ableger einen riesigen Mobile-Markt, während die eigentliche Zielgruppe der Fighting-Game-Community weiterhin sehnsüchtig auf ein echtes Injustice 3 wartet. Das enttäuschte Community-Echo überrascht uns nicht – wer jahrelang auf ein Konsolen-Fighting-Game hofft und stattdessen einen Handy-Titel bekommt, ist zurecht etwas angefressen. Trotzdem lohnt sich die kostenlose Vorregistrierung, denn das Konzept mit Tag-Team-Kämpfen und echtem PvP klingt spielerisch durchaus vielversprechend, solange Drop Fake das Gacha-Risiko im Zaum hält.
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