Anzeige
← ZURÜCK ZUM FEED
Industrie

#PSBlackout: Fans planen Boykott-Woche gegen Sonys Disc-Aus

Hype-Meter
62%
27. July 2026 · IGN Articles ·

Der Ärger kocht weiter hoch: Nachdem Sony Anfang Juli angekündigt hatte, ab Januar 2028 keine physischen Discs mehr für neue PlayStation-Spiele zu produzieren, formiert sich jetzt handfester Protest. Die Gruppe DoesItPlay, die sich für Spielebewahrung und Verbraucherrechte einsetzt, ruft unter dem Hashtag #PSBlackout zu einer einwöchigen Konsumverweigerung auf. <cite index="5-1">Konkret sollen PlayStation-Nutzer vom 23. August um 19 Uhr bis zum 30. August um 19 Uhr Ortszeit komplett auf ökonomische Aktivitäten und das Zocken auf der Plattform verzichten.</cite> Das heißt: kein Login, kein Kauf, keine einzige Spielsitzung – egal ob PS5 oder PS Plus.

Die Organisatoren werfen Sony vor, sich seit Jahren zunehmend von der eigenen Community zu entfremden. In ihrem Aufruf listen sie eine ganze Reihe von Kritikpunkten auf, <cite index="1-3,1-4">von der Schließung beliebter Studios wie Bluepoint über eine verfehlte Live-Service-Strategie bis hin zum Sterbenlassen der PS VR2 – das Ende der physischen Discs sei für viele nun der berühmte letzte Tropfen.</cite> Der Aufruf hat bereits ordentlich Zugkraft: <cite index="1-8">Der ursprüngliche Post kommt inzwischen auf über 10.000 Likes und mehr als 3.700 Shares.</cite> Parallel dazu kursiert seit Wochen eine Petition, die Sony zum Umdenken bewegen soll – die Unterzeichner betonen darin sinngemäß, dass eine Disc echten Besitz bedeutet, während eine reine Downloadversion letztlich nur eine jederzeit widerrufbare Lizenz sei.

Dass die Community derart aufgebracht ist, überrascht Branchenbeobachter kaum. Forbes-Kolumnist Paul Tassi bezeichnete die Reaktionen auf Sonys Ankündigung als <cite index="6-3,6-4">nicht nur schnell und heftig, sondern womöglich die wütendste Stimmung gegenüber PlayStation seit 20 Jahren.</cite> Selbst prominente Stimmen aus der Industrie melden sich zu Wort: <cite index="13-5">Metal-Gear-Schöpfer Hideo Kojima nannte die Konsequenzen der Entscheidung bei einem Filmfestival-Panel in Italien "beängstigend", auch Händler wie Iam8bit und Ex-PlayStation-Chef Shawn Layden äußerten sich kritisch.</cite> Sony selbst verteidigt den Schritt weiterhin nüchtern mit Verweis auf Marktzahlen und Verbraucherverhalten – <cite index="14-4,14-5">man folge lediglich einer natürlichen Entwicklung, da die allgemeine Präferenz für digitale Medien physische Discs deutlich überholt habe, was näher an das heranrücke, wie die Community heute tatsächlich spiele.</cite> In der Community selbst ist die Stimmung gespalten: Während viele den Boykott unterstützen wollen, zweifeln andere offen daran, dass eine einwöchige Aktion einen milliardenschweren Konzern überhaupt beeindrucken kann – zumal Sony bislang jede öffentliche Debatte weitgehend aussitzt.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Wir bei LOADOUT verstehen den Frust total – eine Disc im Regal fühlt sich einfach anders an als eine Lizenz, die morgen verschwinden kann. Trotzdem glauben wir, dass ein einwöchiger Boykott Sony kaum zum Umdenken bewegen wird, solange digitale Verkäufe längst die überwältigende Mehrheit ausmachen. Realistischer wäre es, den Druck über Petitionen, Verbraucherschutz und mediale Dauerbeschallung aufrechtzuerhalten – denn kurzfristige Symbolaktionen verpuffen erfahrungsgemäß schnell, sobald der nächste große Blockbuster erscheint.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

💬 Was denkst du dazu?

Lass uns gerne wissen, was du zu dieser Meldung meinst — sei dabei fair und respektvoll.