Sony beerdigt die Disc – GOG feiert den Moment mit einem fetten Seitenhieb
Es ist ein Nebensatz mit Sprengkraft: Sony soll in absehbarer Zeit die Produktion physischer PS5-Discs einstellen. Für viele Sammler:innen und Fans des guten alten Regals voller Spielehüllen ist das ein weiterer Schritt in Richtung rein digitaler Zukunft – und ein Symbol dafür, wie sehr Konsolenhersteller ihre Nutzer:innen inzwischen an Online-Stores und Cloud-Konten binden wollen.
Genau in diesem Moment schaltet sich GOG ein, der DRM-freie PC-Spiele-Store von CD Projekt, und lässt es sich nicht nehmen, gehörig Salz in die Wunde zu streuen. Die Botschaft dahinter: Wer auf PC statt Konsole setzt und seine Spiele DRM-frei kauft, ist von solchen Entscheidungen einzelner Hardware-Konzerne gar nicht erst abhängig. Statt auf physische Medien angewiesen zu sein, könnt ihr euch eure eigenen, dauerhaft funktionierenden Offline-Installer sichern – quasi eure persönliche digitale Disc, die niemand einstampfen kann.
Der Seitenhieb trifft einen wunden Punkt der gesamten Branche. Immer mehr Spiele verschwinden aus digitalen Stores, werden durch Serverabschaltungen unspielbar oder sind an Accounts und Internetverbindungen gekettet, die es in zehn Jahren vielleicht gar nicht mehr gibt. GOGs Strategie, komplett auf DRM zu verzichten und Spiele dauerhaft herunterladbar zu halten, wirkt in diesem Licht wie eine Art Versicherung fürs eigene Gaming-Archiv. Für PC-Spieler:innen ist die Meldung also mehr als nur ein amüsanter Marketing-Moment – sie erinnert daran, wie wichtig digitale Besitzrechte und echte Spielearchivierung inzwischen geworden sind, während die Konsolenwelt einen weiteren Schritt Richtung reiner Cloud-Existenz macht.
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