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Industrie

Leon Kennedys Stimme verrät: Metallica und Nirvana prägten seine Performance

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42%
21. July 2026 · IGN Articles ·

Wer denkt, Voice-Acting bestehe nur aus Textzeilen ablesen und ins Mikrofon brüllen, kennt Nick Apostolides nicht. Der Mann hinter Leon S. Kennedy in den Resident-Evil-Remakes von Teil 2 und 4 sowie im aktuellen Requiem hat jetzt verraten, wie tief seine Vorbereitung wirklich geht – und Musik spielt dabei eine zentrale Rolle. Statt einfach ins Studio zu spazieren, sucht sich der gelernte Gitarrist für jede Rolle einen Song, der die Essenz der Figur einfängt.

Für Requiem, den jüngsten und emotional zerrütteten Leon, fiel seine Wahl auf <cite index="1-1,1-3,1-4">"Orion" von Metallica, nachdem er sich als Vorbereitung ein Moodboard aus Wörtern und Bildern zusammengestellt hatte</cite>. Konkret arbeitete er mit düsteren Begriffen wie <cite index="1-6">"Reaper", "hemorrhage", "violent ember" und "fire in the dark"</cite> und ergänzte das Ganze um Bildmaterial von Sensenmann-Motiven bis hin zu einem angeschossenen mittelalterlichen Ritter. Sein persönliches Symbol für diesen gealterten, kriegsmüden Leon war dabei besonders eindrücklich: <cite index="1-7">"Das eine Bild, das ich der Essenz [von Leon] zugeordnet habe, war ein verletzter Löwe"</cite>, erklärte er. Für frühere Auftritte des Charakters, etwa im Remake von Resident Evil 2, griff Apostolides Berichten zufolge auch auf Nirvana zurück, um dem jungen, ins Chaos von Raccoon City geworfenen Rookie-Cop eine passende emotionale Textur zu geben.

Dass sich der Schauspieler derart intensiv mit seiner Figur auseinandersetzt, passt zu dem, was Fans und Fachpresse ihm ohnehin schon lange nachsagen: Nintendo Life etwa lobte in seinem Requiem-Test explizit die schauspielerische Leistung und beschrieb das Spiel als möglicherweise <cite index="34-1">"ultimate expression of Resident Evil"</cite>, während andere Fans in Community-Diskussionen betonen, dass <cite index="29-1">Apostolides die Rolle des Leon besser verkörpert als jeder andere Sprecher zuvor</cite>. Auch abseits der Musik-Recherche zeigt sich Apostolides als Vollblut-Fan der Serie: Für Requiem holte er sich sogar aktiv Rat bei Paul Mercer, dem Sprecher des Leon aus dem Original-Resident-Evil-4, um seine Performance weiter zu verfeinern. Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben – Requiem gilt als kommerzieller und kritischer Erfolg, mit Verkaufszahlen von <cite index="32-1">über sechs Millionen verkauften Exemplaren</cite> und durchweg positiven Kritiken über nahezu alle großen Plattformen hinweg.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Wir finden diesen Blick hinter die Kulissen richtig spannend, denn er zeigt, wie viel Handwerk und persönliche Interpretation hinter einer eigentlich "nur" digitalen Figur steckt. Dass ein Voice-Actor sich einen Metallica-Song als emotionalen Kompass zurechtlegt, bevor er ins Mikro spricht, macht Leon Kennedy für uns nur noch greifbarer – und erklärt ganz nebenbei, warum seine Version der Figur bei Fans so gut ankommt.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

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