Riftbound: Vendetta - Riots LoL-Sammelkartenspiel bekommt fiese Rivalitäten spendiert
Wer dachte, League of Legends hätte mit Arcane und K/DA schon jeden erdenklichen Ableger bekommen, wird von Riot eines Besseren belehrt: Das hauseigene Sammelkartenspiel Riftbound geht mit der Erweiterung Vendetta in die vierte Runde. Ab dem 31. Juli können sich Fans die neuen Booster schnappen, und IGN durfte vorab schon reinschauen, was Riot dieses Mal aus der Runeterra-Trickkiste zaubert.
Der Name ist Programm: Vendetta dreht sich komplett um die großen Fehden der LoL-Lore. Statt zwölf Champions wie in den Vorgänger-Sets setzt Riot dieses Mal bewusst auf neun Legenden, dafür aber mit mehr Tiefe pro Charakter – mit dabei sind unter anderem Zed, Shen, Akali, Mel, Ambessa, Jayce, Kennen, Renekton und Nasus. Klar, dass sich daraus direkt spielbare Rivalitäten ergeben: <cite index="3-6">Mel und Ambessa, Zed und Shen, Viktor und Jayce - diese ikonischen Fehden gehören zum Kern dieser Charaktere.</cite> Mechanisch bringt das Set mit Unit-Gear und Decrees zwei neue Kartentypen mit ins Spiel, dazu kommen mit Fury/Calm, Mind/Body und Chaos/Order erstmals echte Domain-Rivalitäten fürs Deckbuilding. Ein Novum ist außerdem das erste Zwei-Spieler-Produkt der Reihe: Die Showdown Decks schicken Zed und Shen mit je einem kompletten 56-Karten-Deck gegeneinander ins Feld.
In der Fachpresse kommt das insgesamt gut an, auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt. CGMagazine, das schon vorab bei Riot in Kalifornien einen Blick aufs Set werfen durfte, bezeichnet Vendetta zwar als <cite index="2-1">eine etwas kleinere Erweiterung als manch andere, die auf den Markt gekommen sind</cite>, lobt aber gleichzeitig, dass <cite index="2-1">sie dennoch neue Systeme und 166 neue Karten mitbringt, mit denen Spieler ihre Decks aufbauen können</cite>. Besonders die neuen Kartentypen kommen gut weg: Unit-Gear wird mit Artefaktkreaturen aus Magic: The Gathering verglichen und als <cite index="2-9">solides Konzept</cite> beschrieben, während die Decrees durch ihre Domain-Rivalitäten spannende Matchup-Dynamiken versprechen sollen. Auch das Riftbound-Wiki riftbound.gg sieht in der stärkeren Ausrichtung auf Units durch die neuen Schlüsselwörter Flow und Empower einen klaren Fokus auf Tempo statt reinem Ressourcen-Grinding. Für die Community dürfte zudem spannend sein, dass Vendetta das erste Set ist, das weltweit zeitgleich auf Englisch und Chinesisch erscheint – bislang klafften zwischen den Regionen oft Monate Lücke, was viele Fans als Ärgernis empfanden. Wer zusätzlich aufs Sammeln steht, darf sich über die Crystal-Rose-Alt-Arts freuen, eine Kollaboration mit Wild Rift, die laut ersten Previews zu den optisch stärksten Karten gehören, die Riftbound bisher gezeigt hat.
Wir finden es klug, dass Riot bei Vendetta lieber auf neun statt zwölf Champions setzt und dafür jedem Charakter mehr Raum gibt – das klingt nach einem durchdachteren Deckbuilding als reiner Kartenmasse. Besonders der Schritt zum weltweit gleichzeitigen Release verdient Applaus, denn genau solche Fairness-Fragen entscheiden oft darüber, ob eine Community bei einem neuen TCG langfristig dranbleibt. Ob die neuen Mechaniken wie Decrees und Unit-Gear das Meta wirklich aufmischen oder nur nettes Beiwerk bleiben, wird sich aber erst am Turniertisch zeigen.
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