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Industrie

The Elder Scrolls Online: Xbox-Kahlschlag zwingt ZeniMax zu Content-Verschiebung bis 2027

Hype-Meter
55%
30. July 2026 · IGN Articles ·

Es ist die Nachricht, vor der viele Elder-Scrolls-Online-Fans seit Wochen Angst hatten: ZeniMax Online Studios muss seinen Content-Fahrplan gehörig zusammenstreichen. Studioleiter Nick Giacomini bestätigte in einem Community-Update, dass gleich drei große Vorhaben aus 2026 nach hinten rutschen – der PvE-Trial Crimson Veldt, das lang ersehnte Class-and-Combat-Refresh sowie Update 52 mit neuer PvP-Zone, das nun erst im Januar 2027 erscheinen soll. Besonders bitter für viele Spieler:innen: <cite index="12-7">Der Overhaul der Warden-Klasse, den Fans schon lange gefordert hatten, kommt jetzt erst 2027</cite>.

Hintergrund des Ganzen ist die jüngste Entlassungswelle bei Xbox, die auch ZeniMax hart getroffen hat. <cite index="10-3">Die Kürzungen im Rahmen von Xbox' großem Umbau trafen den Entwickler ZeniMax Online Studios sehr hart und kosteten 213 Mitarbeitenden den Job</cite>, darunter auch Führungspersonal. <cite index="11-2">Unter den mehr als 200 entlassenen Personen war auch Giacominis Vorgänger Joseph Burba</cite>. Offiziell versucht Giacomini, die Verzögerungen eher als bewusste Qualitätsentscheidung darzustellen statt als reine Notlösung: <cite index="1-15">Man wolle den Teams die nötige Zeit geben, die Dinge richtig zu machen, statt eine zuvor angekündigte Deadline mit Gewalt zu erreichen</cite>. Immerhin gibt es auch positive Nachrichten – Update 51 verspätet sich nur um eine Woche und Season 2 mit neuen Solo-Dungeons startet planmäßig am 21. Oktober, während ältere Inhalte wie das Greymoor-Kapitel für alle kostenlos werden.

In der Fachpresse und Community herrscht eine gemischte, aber überwiegend nüchterne Stimmung. Kotaku beschreibt die Situation pointiert als deutlich härter als den ohnehin schon befürchteten schleppenden Content-Nachschub, während PC Gamer anmerkt, dass ZeniMax mit dem Begriff „Runway“ ausgerechnet dieselbe Formulierung nutzt, die Xbox <cite index="2-3">beim Aus für Compulsion und Double Fine verwendet hatte</cite> – ein Detail, das viele als bezeichnend empfinden. Auch ehemalige Entwickler melden sich zu Wort: <cite index="3-4">Der frühere Senior Encounter Designer Morgan Goin erklärte öffentlich, das Studio könne das bisherige Update-Tempo schlicht nicht mehr halten</cite>. In den offiziellen Foren reagieren Spieler:innen gespalten zwischen Verständnis und Frust: <cite index="12-1">Ein Nutzer schrieb, es sei zwar enttäuschend, aber man habe angesichts der Entlassungen mit solchen Konsequenzen gerechnet</cite>. Immerhin gibt es auch beruhigende Signale aus dem Studio selbst: Bei einem europäischen Community-Treffen berichteten Devs, dass das verbliebene Team wieder etwa die Größe aus der erfolgreichen Wrothgar- und Summerset-Ära erreicht hat.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Aus unserer Sicht zeigt dieser Fall exemplarisch, wie sehr Microsofts Sparkurs bei Xbox mittlerweile auch etablierte Live-Service-Erfolge wie ESO trifft – ein Spiel, das seit über zehn Jahren treue Abonnent:innen hat und eigentlich als Cashcow gelten sollte. Dass ZeniMax die Verzögerungen als bewusste Qualitätsentscheidung verkauft, wirkt angesichts von über 200 Entlassungen wenig glaubwürdig und eher wie Schadensbegrenzung. Trotzdem: Solange das Studio weiterhin neue Inhalte liefert und nicht in den reinen Wartungsmodus wechselt, bleibt Hoffnung – aber die Geduld der Community dürfte 2027 auf eine harte Probe gestellt werden.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

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