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Palworld im großen Check: Vom viralen 'Pokémon mit Waffen'-Meme zum fertigen 1.0-Release

Hype-Meter
62%
25. July 2026 · IGN Articles ·

Erinnert ihr euch noch an den Januar 2024, als plötzlich jeder über ein Spiel sprach, das aussah wie Pokémon, sich aber anfühlte wie Ark? Palworld schlug ein wie eine Bombe: Innerhalb weniger Tage stapelten sich Millionen verkaufte Kopien, und auf Steam kletterte der Titel auf sagenhafte <cite index="25-2">2.101.867 gleichzeitige Spieler am 27. Januar 2024</cite> – damals Platz zwei hinter PUBG, mittlerweile sogar auf Rang drei aller Zeiten. Der Spitzname 'Pokémon mit Waffen' war geboren, und mit ihm eine hitzige Debatte darüber, ob Entwickler Pocketpair hier schamlos bei Nintendo abgekupfert hatte oder einfach nur das Spiel gebaut hat, das sich Fans seit Jahren wünschten.

IGN vergab in seiner Review satte 8 von 10 Punkten für die PC-Fassung und befand, <cite index="43-1">Palworld möge sich zwar einiges bei Pokémon abschauen, doch die tiefgründigen Survival-Mechaniken und der urkomische Grundton machten es schwer, das Spiel wieder aus der Hand zu legen – selbst im Early Access</cite>. Die Xbox-Version bekam etwas verhaltenere 7 Punkte, da sie <cite index="9-3">längst nicht so poliert war wie die Steam-Fassung, was ihr aber nicht die Menge an Spaß nahm</cite>. Auch andere Fachmedien wie PC Invasion (9/10), Push Square (8/10) oder Hobby Consolas (79/100) zeigten sich begeistert, während VideoGamer mit nur 5/10 deutlich kritischer urteilte und bemängelte, dass sich das Spiel wie <cite index="1-5">ein Werk der bloßen Mindestanforderungen anfühle, berechnend darauf ausgelegt, den süchtig machenden Sammel-Grind-Bau-Kreislauf zu bedienen</cite>. Der kritische Durchschnitt auf OpenCritic pendelte sich am Ende bei einer soliden, aber nicht überragenden Bewertung ein.

In der Community ging es entsprechend hitzig zu. Neben Lob für den überraschend flüssigen Mix aus Monster-Fangen, Basisbau und Third-Person-Shooting sorgten vor allem die dunklen Untertöne für Diskussionen – etwa die Möglichkeit, gefangene Pals als Arbeitssklaven in der eigenen Fabrik schuften zu lassen, was manche Nutzer offen als <cite index="16-3">verkappte Sklaverei und Tierquälerei</cite> anprangerten, während andere genau darin den morbiden Charme des Spiels sahen. Parallel dazu meldete sich auch Nintendo zu Wort: Der Pokémon-Konzern kündigte an, <cite index="46-1">keine Erlaubnis zur Nutzung von Pokémon-geistigem Eigentum erteilt zu haben und angemessene Maßnahmen zu prüfen</cite>, was 2024 in eine Patentklage gegen Pocketpair mündete. Diese zieht sich bis heute hin – aktuellen Berichten zufolge steuert der Fall auf ein für Nintendo eher mageres Ergebnis zu, nachdem mehrere der eingereichten Zusatzpatente vom japanischen Patentamt zurückgewiesen wurden. Am 10. Juli 2026 hat Pocketpair das Spiel schließlich offiziell aus dem Early Access entlassen: Die Version 1.0 brachte laut Fachpresse ein gewaltiges Update mit neuen Pals, dem lange versperrten Weltenbaum-Gebiet und überarbeiteten Bosskämpfen, ohne den Preis zu erhöhen – als kleines Dankeschön an die Community, die das Spiel <cite index="37-6,37-11">zu über 40 Millionen Spielern und einem der größten Survival-Crafting-Hits der letzten Jahre gemacht hat</cite>. Und siehe da: Auch der Vollrelease bescherte Pocketpair erneut Spitzenwerte nahe der Millionengrenze an gleichzeitigen Spielern.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Aus unserer Sicht zeigt Palworld eindrucksvoll, dass ein cleveres Genre-Mashup manchmal mehr Wirkung entfaltet als jede Marketing-Kampagne eines Großkonzerns – die schiere Ausdauer von Pocketpair, über zwei Jahre hinweg konsequent nachzuliefern, statt den Hype nur abzugrasen, verdient Respekt. Gleichzeitig bleibt für uns der morbide Umgang mit den Pals ein wunder Punkt, der tonal nie ganz zusammenpasst mit der niedlichen Fassade – und die Nintendo-Klage schwebt trotz mauer Erfolgsaussichten weiterhin wie ein Schatten über dem Projekt. Wer Survival-Crafting mit Monster-Sammeln mag, bekommt hier inzwischen aber ein rundes, überraschend ausgereiftes Gesamtpaket.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

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