Zurück ins Jahr 1999: Kult-Action-RPG Darkstone bekommt kostenlose Demo
Manchmal muss man gar kein Rad neu erfinden, um Spieler:innen glücklich zu machen – man muss es nur wieder zum Laufen bringen. Genau das verspricht Darkstone Restoration: eine behutsam überarbeitete Fassung des 1999 erschienenen Action-RPGs von Delphine Software, das damals als eines der ersten Genre-Vertreter komplett auf 3D setzte. Die gute Nachricht für alle Nostalgiker: Auf Steam steht jetzt eine kostenlose Demo bereit, mit der ihr euch selbst ein Bild machen könnt, bevor der Early-Access-Titel gekauft wird.
Besonders spannend macht das Projekt, wer dahintersteckt: Kein x-beliebiges Remaster-Studio, sondern Paul Cuisset persönlich, der Schöpfer des Originals, hat sich der Restaurierung angenommen. <cite index="11-1,11-3">DarkStone Restoration bringt Delphine Softwares geliebtes Action-RPG von 1999 zurück auf moderne PCs, neu aufgebaut von Paul Cuisset – dem gleichen mörderischen Kampfsystem und der handgemachten gotischen Atmosphäre treu, aber so gemacht, dass es sich auf heutiger Hardware richtig anfühlt.</cite> Wichtig dabei: Es soll ausdrücklich kein Remake mit aufgebohrter Story oder neuem Gameplay-Konzept sein, sondern eine echte Restauration des Originals. In der Demo könnt ihr aus <cite index="2-12">acht Charakteren über vier Klassen – Krieger, Magier, Dieb und Priester – wählen, jede mit eigenen Stärken, Kampfstilen und Spielgefühl</cite>, euch durch zufällig generierte Dungeons kämpfen und sogar den lokalen Koop-Modus ausprobieren. Neu ist dabei der sogenannte Buddy-Modus, mit dem <cite index="12-11">per Knopfdruck die direkte Kontrolle über den Begleiter übernommen werden kann – etwa um ihn neu zu positionieren, Zaubersprüche zu zielen oder eine Combo zu verketten – bevor man die Steuerung wieder an die KI zurückgibt</cite>. Wer es lieber pixelig-authentisch mag, kann jederzeit in einen Legacy-Modus wechseln und den originalen Look von 1999 genießen.
Die ersten Reaktionen fallen überwiegend wohlwollend aus. Das Fachportal GenerationAmiga hob besonders hervor, dass hier eben nicht versucht wird, Darkstone als modernen Blockbuster mit Battle Pass und Ingame-Währungen neu zu erfinden, sondern als ehrliches Remaster, <cite index="13-3,13-4">das den ursprünglichen Titel spielbarer für heutige Rechner machen soll, während die Kernidentität des Spiels von 1999 erhalten bleibt – mit besserer Stabilität, verbesserter Kompatibilität, aktualisierten Steuerungsmöglichkeiten, klarerer Lesbarkeit und Komfortverbesserungen, aber demselben Dungeon-Crawling-Herzen</cite>. Auch auf Steam kommt die Demo bislang gut an, mit größtenteils positiven Nutzerbewertungen der letzten Wochen. In der Community gibt es aber auch kritische Stimmen: Manche Spieler:innen bemängeln, dass <cite index="6-10">Charakterillustrationen und Videos schlecht mit KI hochskaliert wurden und auch das Spielcover schlecht KI-generiert wirkt, dazu kommen grafische Probleme wie Clipping bei Ladebildschirmen und Schriftdarstellungsfehler</cite>. Positiv wird dagegen erwähnt, dass <cite index="6-9">DarkStone Restoration alle Mechaniken, den Sound und das Gameplay originalgetreu aus dem Original übernimmt, einwandfrei in höheren Auflösungen läuft und die Komfortfunktionen wie automatisch sortiertes Inventar oder eine angeheftete Karte während der Dungeon-Erkundung großartig sind</cite>.
Wir feiern es, wenn Entwickler:innen ihre eigenen Klassiker mit echter Sorgfalt statt reinem Marketing-Kalkül zurückbringen – und dass Paul Cuisset das selbst in die Hand nimmt, gibt dem Projekt eine Glaubwürdigkeit, die viele Retro-Remakes vermissen lassen. Die KI-generierten Assets sind allerdings ein echter Wermutstropfen, der bei einem so liebevoll wirkenden Projekt unnötig fehl am Platz wirkt und im Early Access dringend nachgebessert werden sollte. Wer früher stundenlang durch die Dungeons von Uma gezogen ist, sollte der Demo trotzdem eine Chance geben – nostalgischer geht Action-RPG gerade kaum.
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