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Drei Jahre nach Release: Warum sich der Build-Wahnsinn in Rogue Trader jetzt erst richtig lohnt

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03. August 2026 · PCGamer latest ·

Owlcat Games hat mit Warhammer 40.000: Rogue Trader ein typisches Muster wiederholt, das Fans des Studios nur zu gut kennen: Ein CRPG startet ambitioniert, aber technisch angeschlagen, und wird über Monate und Jahre hinweg zu einem völlig anderen, deutlich runderen Spiel weiterentwickelt. Ein PC-Gamer-Redakteur bringt es in seinem aktuellen Erfahrungsbericht auf den Punkt: Owlcats Spiele altern erstaunlich gut, weil der Support nach Release einfach nicht aufhört. Genau deshalb traut sich der Autor jetzt, gut drei Jahre nach dem Launch, erstmals so richtig tief in die Build-Mechaniken des Spiels einzutauchen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Erst im Juni erschien mit The Infinite Museion die jüngste Story-Erweiterung, begleitet von einem gewaltigen Balance-Patch. <cite index="1-1,1-2">Im Fokus stand dabei eine Balance-Überarbeitung der bislang schwächsten Klassen des Spiels, der Operatives und Assassinen, die lange als die verwundbarsten Archetypen galten.</cite> <cite index="1-7">Während Operatives bislang klar von den Soldier-Archetypen ausgestochen wurden und Assassinen nicht an die robusteren Executioner heranreichten, funktionieren die Schlüsselfähigkeiten beider Klassen jetzt auch während Bonusrunden, ähnlich wie beim Officer.</cite> Für ein Kampfsystem, das laut Fachpresse maßgeblich vom cleveren Ausreizen solcher Extra-Runden lebt, ist das ein handfester Grund, alte Builds noch einmal neu zu denken. Ganz nebenbei wurde auch der zuvor als schwach empfundene Begleiter Uralon the Cruel spürbar aufgewertet, unter anderem über Statuswerte, Skalierung und seinen Loot-Pool.

Die Community-Reaktionen fallen gemischt, aber insgesamt wohlwollend aus. Auf Steam kommt allein die neue Erweiterung auf eine größtenteils positive Bewertung von 77 Prozent, was für ein Spiel mit einer derart holprigen Historie durchaus respektabel ist. Ganz reibungslos verlief der Sommer für Owlcat trotzdem nicht: Kurz nach dem großen Update tauchten neue Bugs auf, die in mehreren Hotfixes ausgebessert werden mussten. Noch deutlicher zeigte sich das Owlcat-typische Muster bei der Switch-2-Fassung, die bei Nintendo Life zunächst mit gerade einmal 4 von 10 Punkten verrissen wurde, weil ruckelnde Framerates, lange Ladezeiten und harte Abstürze den Spielspaß trübten. Wenig später reagierte das Studio mit einem großen Update, das genau diese Probleme adressieren sollte – ein Vorgehen, das in der Community mittlerweile fast schon erwartet wird, wie Kommentare auf einschlägigen Fanseiten zeigen. Auch bei Textbugs, Lokalisierungsfehlern und sogar kuriosen Cutscene-Pannen blieb Owlcat über den Sommer aktiv am Feinschliff dran.

Für Owlcat selbst ist Rogue Trader dabei nur eines von mehreren Großprojekten gleichzeitig. Das Studio arbeitet parallel an gleich zwei neuen Titeln, darunter das als Mass-Effect-Konkurrent gehandelte The Expanse: Osiris Reborn sowie ein weiteres 40K-CRPG namens Warhammer 40K: Dark Heresy, während Rogue Trader munter mit neuen Erweiterungen und Patches versorgt wird.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Wir bei LOADOUT mögen dieses Owlcat-Muster ehrlich gesagt sehr: lieber ein Studio, das drei Jahre lang nachbessert, buffed und zuhört, als eines, das ein fertiges Spiel nach dem Release einfach abhakt. Dass ausgerechnet jetzt, mit generalüberholten Klassen und frischen Epilogen, der perfekte Einstiegszeitpunkt für Build-Nerds gekommen ist, überrascht uns nicht – und macht gleichzeitig Hoffnung für das kommende Dark Heresy. Wer Rogue Trader wegen des holprigen Starts abgeschrieben hat, sollte es 2026 unbedingt noch einmal versuchen.

Zur Originalquelle (PCGamer latest) →

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