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PUBG bei der Esports World Cup 2026: 2 Millionen Dollar, 24 Teams – und ein Umzug nach Paris

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21. July 2026 · Dot Esports ·

Chicken Dinner statt Ferienstimmung: Ab heute kämpfen 24 der besten PUBG-Teams der Welt bei der Esports World Cup (EWC) 2026 um satte zwei Millionen US-Dollar Preisgeld. Die Gruppenphase läuft vom 21. bis 23. Juli, bevor am 24. Juli die Grand Finals beginnen, die bis zum 26. Juli über den Champion entscheiden. Insgesamt werden 24 Organisationen in drei Gruppen im Round-Robin-Format gegeneinander antreten, ehe die besten 16 Teams das Ticket für die Finalrunde lösen und die übrigen acht Teams das Turnier vorzeitig beenden müssen.

Titelverteidiger ist die saudische Organisation Twisted Minds, die sich 2025 in einem der engsten PUBG-Finals der Geschichte den Pokal sicherte, nachdem 2024 noch Soniqs triumphiert hatte. Mit dabei sind außerdem Schwergewichte wie Virtus.pro, 17 Gaming, Team Falcons, Natus Vincere, T1 und Team Liquid – ein Line-up, das quasi die komplette PUBG-Weltspitze abbildet. Neu für 2026 ist zudem der Qualifikationsweg: Statt eines einzelnen Quali-Turniers entscheidet nun die Gesamtleistung über die PUBG Global Series (PGS) sowie sieben Regionalserien in Amerika, China, EMEA, Korea, dem restlichen APAC-Raum, Thailand und Vietnam über die Startplätze.

Brisant ist der Austragungsort: Ursprünglich sollte die komplette EWC 2026 wie in den Vorjahren in Riad stattfinden. Wegen der Sicherheitslage im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und Drohnen- sowie Raketenangriffen in der Region hat die Esports Foundation das gesamte Event kurzfristig nach Paris an die Paris Expo Porte de Versailles verlegt – die erste EWC-Austragung überhaupt außerhalb Saudi-Arabiens. Genau dieser Umzug sorgt in der Community für gemischte Reaktionen: Manche Fans begrüßen, dass das Turnier damit dem Vorwurf des 'Sportswashing' zumindest geografisch entkommt, andere verweisen darauf, dass die Millionen weiterhin aus dem saudischen Staatsfonds stammen. Zusätzlich brodelt es unter Hardcore-Fans wegen der parallel laufenden PUBG-Reform: Ab 2026 wird der komplette Wettkampfmodus von der Ego-Perspektive (FPP) auf die Third-Person-Ansicht (TPP) umgestellt, was Teile der Szene als Rückschritt empfinden – Kritiker bemängeln öffentlich, TPP sei für den Wettkampf ungeeignet und wenig zuschauertauglich, während Krafton auf positive Erfahrungen aus der PUBG Players Tour verweist.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Für uns ist die PUBG EWC 2026 ein Paradebeispiel dafür, wie politisch aufgeladen Esports-Großevents inzwischen sind: Der erzwungene Umzug von Riad nach Paris zeigt, wie fragil solche Milliarden-Investitionen in geopolitisch instabilen Regionen sein können. Sportlich bleibt das PUBG-Feld mit Twisted Minds, Virtus.pro und Co. hochkarätig besetzt, doch der TPP-Wechsel dürfte die Diskussionen um die Zukunft des kompetitiven PUBG noch lange begleiten. Wer Battle-Royale auf höchstem Niveau liebt, kommt an diesem Turnier trotzdem nicht vorbei.

Zur Originalquelle (Dot Esports) →

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