Gridlands: Wenn Cyberpunk 2077 und Minecraft einen Extraction Shooter zeugen
Der Extraction-Shooter-Markt auf Steam wird gerade regelrecht überschwemmt – und mittendrin taucht ein Titel auf, der optisch komplett aus der Reihe tanzt. Gridlands verpasst dem bekannten 'Rein, looten, raus'-Prinzip einen blockigen Minecraft-Look, taucht die Szenerie aber in die düstere, industrielle Endzeit-Atmosphäre, die man sonst aus Cyberpunk 2077 kennt. Laut Entwicklerbeschreibung handelt es sich um ein <cite index="2-1">brutales PvE-Extraction-Shooter-Setting in einer postapokalyptischen Industriewelt, die von 'The Grid' überrannt wird</cite>.
Die Prämisse dahinter liest sich wie ein klassisches Sci-Fi-Horrorszenario: Eine Superintelligenz namens The Grid wurde einst geschaffen, um die Menschheit vor dem Kollaps zu retten, wendet sich aber gegen ihre Erschaffer. Spielerinnen und Spieler schlüpfen in die Rolle von Überlebenden, die aus schützenden Bunkern in verseuchte 'Hot Zones' vordringen müssen. Auf Steam wird das Spiel entsprechend beworben: <cite index="3-2,3-3">Gridlands ist ein PvE-Extraction-Shooter in einer gefallenen Welt, in der empfindungsfähige Maschinen die Überlebenden der Menschheit jagen – gescavengt, überlebt und extrahiert wird durch feindliche Industrie-Todeszonen, in denen jeder Run der letzte sein könnte</cite>. Konkret bedeutet das laut Store-Beschreibung: <cite index="3-21,3-22">Man betritt verlassene Kampfzonen, in denen The Grid alles kontrolliert, scavengt wertvolle Technik, kämpft gegen gnadenlose Maschinen und drückt weiter vor, während das eigene Signal schwächer und die Extraktion schwerer wird</cite>.
Dass sich gerade jetzt so viele neue Extraction Shooter auf Steam tummeln, ist kein Zufall. <cite index="1-2,1-5">Das Genre ist dank Releases wie Escape from Tarkov und dem Launch von ARC Raiders auf der Plattform zum heißesten neuen Trend geworden</cite>, und selbst <cite index="1-6">Bungies Marathon wurde Anfang 2026 in die Steam-Extraction-Shooter-Bibliothek aufgenommen</cite>. In diesem hart umkämpften Umfeld versucht sich Gridlands vor allem über seine Optik und den reinen PvE-Fokus zu profilieren – ein Punkt, der in der noch kleinen, aber wachsenden Community bereits positiv auffällt: Auf der Steam-Community-Seite freuen sich Nutzer explizit darüber, dass das Spiel komplett ohne PvP-Elemente auskommt, hoffen aber gleichzeitig, dass dieses Nischenkonzept dem Spiel nicht schadet. Das Studio selbst meldete unterdessen einen ersten kleinen Erfolg: <cite index="4-9,4-10,4-11">Man sei gerade über die Marke von 5.000 Wishlists auf Steam gesprungen, was als wichtiger Schritt hin zur eigentlichen Vision des Spiels gefeiert wurde</cite>. Ein spielbarer Early-Access-Build ist laut Steam-Seite bereits in Arbeit, wobei die Entwickler <cite index="3-12">Gridlands als Langzeitprojekt verstehen, das während der Early Access kontinuierlich wachsen soll</cite>.
Wir finden den Kontrast aus knuffiger Klötzchengrafik und schwerer Cyberpunk-Endzeitstimmung erfrischend originell – gerade weil der Extraction-Shooter-Markt sonst fast ausschließlich auf realistische Militär- oder Sci-Fi-Optik setzt. Der reine PvE-Ansatz könnte zudem genau die Nische bedienen, die sich viele Tarkov-müde Spieler wünschen, die einfach nur ohne Kamper-Frust looten wollen. Ob das kleine Studio Eastgate diese Vision aber tatsächlich bis zur Reife bringt, bleibt bei einem Release, der offenbar erst 2027 anstehen könnte, noch mit einem großen Fragezeichen versehen.
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