Anzeige
← ZURÜCK ZUM FEED
PC

Miserabler PC-Port: Marvel Tokon: Fighting Souls startet mit gemischten Steam-Reviews

Hype-Meter
58%
08. August 2026 · IGN Articles ·

Eigentlich sollte der Launch von Marvel Tokon: Fighting Souls ein Fest für Fighting-Game-Fans werden. Arc System Works, gefeiert für Guilty Gear und Dragon Ball FighterZ, wagt sich erstmals an das Marvel-Universum und liefert einen waschechten 4v4-Team-Prügler mit Ikonen wie Iron Man, Deadpool oder Ghost Rider. Doch statt Jubel gibt es auf Steam nach dem Release am 6. August erstmal einen Dämpfer: Das Spiel steht bei einer gemischten Wertung, bei der laut mehreren Auswertungen nur etwa 40 bis 43 Prozent der Reviews positiv ausfallen.

Der Ärger der PC-Community entzündet sich dabei kaum am eigentlichen Spiel selbst, sondern an der technischen Umsetzung. <cite index="2-3,2-4">Reviews berichten von schlechter Performance und diversen technischen Problemen, dazu kommt, dass das Spiel auf Linux-Systemen aktuell überhaupt nicht spielbar ist.</cite> Damit fällt auch der Steam Deck als Plattform komplett weg, was besonders bitter ist, weil <cite index="2-6">frühere Arc-System-Works-Titel wie Dragon Ball FighterZ trotz Easy Anti Cheat noch unter Linux liefen.</cite> Hinzu kommt ein Punkt, der schon vor dem Release für Diskussionen sorgte: <cite index="9-1">Die umstrittene Pflicht, sich mit einem PlayStation-Network-Konto anzumelden, trug maßgeblich dazu bei, dass das Spiel mit einer gemischten Steam-Wertung von teils nur 43 Prozent Zustimmung startete.</cite> Diese Kontoverpflichtung sorgt zudem dafür, dass Spieler:innen in etlichen Ländern das Spiel gar nicht erst kaufen oder starten können, weil dort kein PlayStation-Netzwerk verfügbar ist.

Interessant ist, dass die Kritik fast ausschließlich die PC-Fassung trifft. <cite index="6-1,6-2">Die Kritikpunkte sind breit gefächert, beziehen sich aber größtenteils auf Performance-Probleme statt auf das Kernspiel selbst, das auf der PS5 hervorragend läuft.</cite> Genau diese Diskrepanz sorgt in der Community für Frust, wie ein vielzitierter Steam-Review es zusammenfasst: Ein so unterhaltsames Spiel werde durch die Sony-Vorgaben regelrecht ruiniert, der PC-Port fühle sich miserabel an, Grafikeinstellungen würden nicht korrekt angezeigt und Netcode sowie schwache Performance sorgten für spürbare Rollback-Aussetzer im Online-Modus. Auch Fachmedien ziehen Parallelen zu einem früheren Sony-Fauxpas: Bereits bei Helldivers 2 hatte eine nachträglich eingeführte PSN-Pflicht 2024 für einen Sturm der Entrüstung gesorgt, den Sony nach massivem Gegenwind wieder zurücknehmen musste. Arc System Works selbst hat die Probleme öffentlich eingeräumt und erklärt, man untersuche die gemeldeten Performance-Schwierigkeiten aktiv – konkrete Lösungen stehen aber noch aus. Manche Spielerinnen und Spieler auf der PS5 wird zudem empfohlen, Crossplay vorübergehend zu deaktivieren, da instabile PC-Verbindungen sich negativ auf das Rollback-Netcode-Erlebnis der Konsolenspieler auswirken können.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Aus unserer Sicht ist das ein handgemachtes Problem, das Sony sich selbst eingebrockt hat: Ein technisch offenbar starkes Fighting Game wird durch Kontozwang und eine lieblose PC-Portierung ausgebremst, obwohl die PlayStation-Fassung tadellos läuft. Dass Sony nach dem Helldivers-2-Debakel erneut auf eine verpflichtende PSN-Anmeldung setzt, wirkt fast schon fahrlässig und dürfte gerade im ohnehin PC-affinen Fighting-Game-Umfeld nachhaltig Vertrauen kosten. Wer auf ein sauberes PC-Erlebnis wartet, sollte aktuell lieber noch ein paar Patches abwarten oder direkt zur PS5-Version greifen.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

💬 Was denkst du dazu?

Lass uns gerne wissen, was du zu dieser Meldung meinst — sei dabei fair und respektvoll.