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Konsolen

Phantom Blade Zero bekommt eigene State of Play – doch alle erwarten nur eins: Disc-Wut im Chat

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12. August 2026 · IGN Articles ·

Eigentlich sollte es eine gute Nachricht für Fans von cineastischen Action-Adventures sein: Sony und der chinesische Entwickler S-Game haben eine eigene State of Play für Phantom Blade Zero angekündigt. Am 17. August um 19 Uhr Pazifikzeit soll rund 20 Minuten neues Gameplay gezeigt werden, inklusive bisher unbekannter Charaktere und einem tieferen Blick auf die individuellen Build-Systeme der Spieler. Begleitet wurde die Ankündigung von einem elfminütigen Pre-Order-Trailer, der zugleich den offiziellen Verkaufsstart der Vorbestellungen markierte.

Das Spiel selbst verspricht düstere Wuxia-Action mit ordentlich Starpower: Kampfsportlegende Donnie Yen fungiert seit 2023 als kreativer Berater und liefert zudem Motion-Capture-Aufnahmen für den Charakter Mo Yuan. Phantom Blade Zero erscheint am 29. Oktober für PC über Steam und Epic Games Store sowie als zwölfmonatige Konsolen-Exklusivität für die PS5 – zuvor war ein früherer Termin im September angepeilt worden. Wer vorbestellt, schaltet frühzeitig ein Zubehörteil und ein Outfit frei, die Deluxe-Version bringt zusätzlich Artbook und Soundtrack mit.

Warum die Vorfreude trotzdem gedämpft ist, hat wenig mit dem Spiel selbst zu tun. Sony steckt seit Wochen in heftigem Gegenwind, weil der Konzern angekündigt hat, ab Januar 2028 keine physischen PlayStation-Disc-Spiele mehr produzieren zu wollen. Fachmedien wie Push Square berichteten sogar, dass eine ursprünglich geplante State of Play deswegen zwischenzeitlich auf der Kippe stand, weil man befürchtete, die Kommentarspalten würden von wütenden Disc-Fans überflutet statt sich mit dem eigentlichen Spiel zu beschäftigen. Sony-CFO Lin Tao äußerte sich zuletzt öffentlich zur Kritik und stellte klar, dass man den Kurs trotz starker Emotionen in der Community beibehalten werde, da die Digitalisierung längst der entscheidende Trend sei. Genau diese ungelöste Kontroverse ist es, die viele Beobachter und auch die Community jetzt schon vermuten lässt, dass der Chat zur eigentlich vielversprechenden Phantom-Blade-Zero-Show erneut zum Schauplatz der Disc-Debatte wird, statt sich um Kampfsystem und Charaktere zu drehen.

In Foren und Kommentarspalten gibt es entsprechend geteilte Reaktionen: Viele Fans freuen sich sichtlich auf das Spiel selbst und feiern die bisher gezeigten Kampf-Sequenzen und die Beteiligung von Donnie Yen, während andere in praktisch jedem Sony-Post weiterhin auf die Disc-Entscheidung verweisen und befürchten, dass Entwickler wie S-Game unverschuldet zwischen die Fronten geraten.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Aus unserer Sicht ist es fast schon tragisch, dass ein derart aufwendig produziertes und optisch beeindruckendes Spiel wie Phantom Blade Zero in der öffentlichen Wahrnehmung zum Kollateralschaden einer komplett unabhängigen Konzernentscheidung wird. Sony hat sich diese Situation selbst eingebrockt, und es wirkt inzwischen fast zynisch, wie hartnäckig man an der Digital-only-Strategie festhält, während man gleichzeitig betont, die Emotionen der Community zu verstehen. Wir hoffen, dass S-Game mit seinem Spiel trotzdem die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient – Sonys Kommunikationsdesaster sollte nicht auf dem Rücken der Entwickler ausgetragen werden.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

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