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Konsolen

Halo: Campaign Evolved ist da: Master Chief erobert endlich auch die PS5

Hype-Meter
78%
29. July 2026 · IGN Articles ·

Ein Satz, den man sich vor wenigen Jahren kaum hätte vorstellen können: Master Chief kämpft jetzt auch auf einer PlayStation. Seit dem 28. Juli 2026 ist <cite index="1-1">Halo: Campaign Evolved als grundlegender Neuaufbau des Originals von 2001 gleichzeitig für Xbox Series X|S, PlayStation 5 und PC verfügbar – und damit der erste mainline Halo-Titel überhaupt auf einer Sony-Konsole</cite>. Damit endet, was jahrzehntelang als eine der größten Konsolen-Exklusivitäten der Branche galt: <cite index="2-2">Nach 25 Jahren als eines der prägendsten Xbox-Aushängeschilder ist Halo damit nicht länger an ein System gebunden</cite>. Für viele PlayStation-Spieler:innen, die den Klassiker nie zocken konnten, ist das ein historischer Moment.

Wer zugreifen will, hat die Wahl zwischen drei Paketen. Die Standard Edition für rund 50 Euro liefert dabei bereits ordentlich Inhalt: <cite index="1-8">die komplett neu aufgebaute Zehn-Missionen-Kampagne, die drei Operation-Meteorite-Prequel-Missionen, neu aufgenommene Zwischensequenzen sowie einen remasterten Soundtrack, überarbeitete Steuerung samt Sprint und Zielen über Kimme und Korn, den Campaign-Remix-Modus mit neu angeordneten Gefechten, lokalen Zwei-Spieler-Splitscreen sowie Vier-Spieler-Online-Koop mit vollständigem Crossplay und Cross-Progression zwischen PS5, Xbox und PC, dazu eine Sammlung von Skull-Modifikatoren</cite>. Wer mehr will, greift zur Premium Edition für etwa 70 Euro, die zusätzlich <cite index="1-11">frühen Zugang von bis zu fünf Tagen, das Alpha-Halo-Armory-Cosmetic-Paket sowie das Art-of-Halo-Artbook</cite> mitbringt – dazu die Kurzgeschichte Halo: Hungry Buzzards, die tiefer in die Vorgeschichte der Kampagne eintaucht. Die längst ausverkaufte Collector's Edition für knapp 200 Euro toppt das Ganze mit <cite index="5-3">einer 30 Zentimeter großen Dark-Horse-Master-Chief-Statue, einem leuchtenden Cortana-Chip, einem Steelbook, Concept-Art-Drucken und einer physischen Version des neu gestalteten Spielhandbuchs</cite>. Auffällig: Eine klassische Mehrspieler-Komponente sucht man vergeblich, denn <cite index="1-9,1-10">das Spiel enthält keinen kompetitiven Multiplayer, und Halo Studios hat bislang nicht bestätigt, ob dieser nachgereicht wird</cite>.

Technisch zeigt sich ein deutliches Plattform-Gefälle. Auf der Xbox Series X|S läuft die Fassung offenbar am rundesten: <cite index="1-4">Hier gilt Campaign Evolved als Benchmark mit hardwarebeschleunigtem Lumen-Raytracing im Performance-Modus und einer durchgehend stabilen Bildrate – die Version, auf die das Spiel primär abgestimmt wurde</cite>. Die PS5 Pro schlägt sich dank Sonys Upscaling-Technik ebenfalls gut, denn <cite index="1-5">PSSR2 unterdrückt das für Unreal-Engine-5-Spiele typische Bildrauschen und liefert laut Testern das sauberste Konsolenbild – konkurrenzfähig zur Xbox-Fassung</cite>. Ganz anders sieht es auf der Basis-PS5 aus: <cite index="1-6,1-7">Hier ist die Erfahrung deutlich durchwachsener, der Qualitätsmodus friert die Bildrate bei 30 Bildern pro Sekunde ein</cite>. Ein Metacritic-Reviewer geht sogar noch weiter und berichtet, dass <cite index="14-11,14-12">einige PS5-spezifische Kopfschmerzen und schlechte Performance-Probleme das Spiel derzeit erheblich ausbremsen, wobei mindestens die Hälfte der Missionen auf der Basis-PS5 unter üblen Framerate-Problemen leidet</cite>, zusätzlich verschärft durch eine zwingende Verknüpfung von PSN- und Microsoft-Konto.

Die Fachpresse insgesamt fällt wohlwollend, aber nicht euphorisch aus: <cite index="11-1,11-2">Auf OpenCritic steht das Spiel bei einem Schnitt von 83 Punkten und wird als 'Strong' eingestuft, in den Top 11 Prozent aller Spiele gelistet und von 90 Prozent der Kritiker empfohlen</cite>. Positiv wird vor allem die spielbare Frische hervorgehoben – etwa dass <cite index="15-4,15-5">das Fehlen des Sprints in älteren Halo-Versionen im direkten Vergleich plötzlich unerträglich langsam wirkt</cite>. Andere Stimmen sind gespaltener: Ein Reviewer bezeichnet das Ergebnis als <cite index="12-4">einen durchdachten Versuch, einen Klassiker mit modernen Ansprüchen neu zu beleben, der aber leider nicht jede Änderung zum Erfolg führt</cite>. Für richtig Zündstoff in der Community sorgt jedoch der fehlende Mehrspieler-Modus: Auf Reddit und in Foren wird spekuliert, dass Halo Studios die PvP-Komponente absichtlich weggelassen hat, weil <cite index="18-6">der nächste große Halo-Titel ein Live-Service-Mehrspielerspiel werden soll und man sich nicht selbst Konkurrenz machen wolle</cite>. Auf Steam schlägt sich diese Unzufriedenheit bereits in den Nutzerwertungen nieder: <cite index="21-1,21-2">Bei über 2.000 Reviews steht das Spiel dort nur auf 'Ausgeglichen', nachdem ein verpflichtender Microsoft-Login, Server-Warteschlangen, Abstürze, schwache Performance und ruckelige 30-fps-Zwischensequenzen den Start überschattet haben</cite>. Zusätzlich ärgern sich viele PC-Spieler:innen darüber, dass der auf Konsolen vorhandene Splitscreen-Koop dort fehlt.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Aus unserer Sicht ist die Sony-Premiere für Halo ein cleverer Marketing-Coup, aber technisch noch ein Stück von der 'Legende neu erlebt'-Perfektion entfernt, die man sich erhofft hätte – gerade Besitzer:innen einer Basis-PS5 sollten laut aktuellen Berichten noch ein paar Wochen auf Patches warten. Dass ausgerechnet der kompetitive Multiplayer fehlt, der das Original einst zur Legende gemacht hat, empfinden wir als die eigentlich schmerzhafteste Lücke des Pakets – so gut die neuen Prequel-Missionen und das überarbeitete Gunplay auch sein mögen. Wer aber ohnehin nur die Kampagne noch einmal (oder erstmals) erleben will, bekommt hier dennoch eine der liebevollsten Neuinterpretationen eines Ego-Shooter-Klassikers der letzten Jahre.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

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