Zwischen Triumph und Trümmern: So steht es um Sonys PlayStation Studios im Sommer 2026
IGN hat sich die Mühe gemacht, jedes einzelne PlayStation-Studio unter die Lupe zu nehmen – und das Ergebnis liest sich wie eine Achterbahnfahrt. Auf der einen Seite stehen zwei echte Prestigeprojekte, die im Rampenlicht der jüngsten State of Play im Juni 2026 glänzten. Insomniacs Marvel's Wolverine hat mittlerweile einen festen Starttermin am 15. September 2026, während Santa Monica Studio mit God of War Laufey eine waschechte Überraschung aus dem Hut zauberte.
Besonders Laufey sorgt für Gesprächsstoff, weil das Studio zum ersten Mal in der Seriengeschichte nicht Kratos, sondern seine verstorbene Frau Faye alias Laufey ins Zentrum rückt. Die Geschichte setzt direkt nach ihrer Verbrennung am Anfang von God of War (2018) an: Faye erwacht im mythologischen Jenseits Everywhen und muss sich dort gegen Götter aus verschiedensten Pantheons behaupten, um ihre Familie zu schützen. Insomniac ließ es bei Wolverine dagegen ordentlich krachen – die gezeigte Gameplay-Sequenz präsentierte einen deutlich brutaleren, weniger 'combo-verspielten' Kampfstil als noch bei Spider-Man, inklusive Jean Grey als kämpferische Verbündete an Logans Seite.
Doch abseits dieser Leuchttürme zeichnet IGNs Bestandsaufnahme auch ein deutlich unruhigeres Bild der PlayStation-Familie. Naughty Dogs Sci-Fi-Projekt Intergalactic: The Heretic Prophet blieb bei der State of Play komplett außen vor, und Insider gehen inzwischen davon aus, dass das Spiel noch Jahre entfernt und möglicherweise gar erst zum Start der PS6 erscheinen könnte. Noch dramatischer traf es Bluepoint Games: Das für Demon's Souls gefeierte Remake-Studio wurde nach der Absage eines Live-Service-Projekts komplett aufgelöst, nachdem zuvor bereits Firewalk Studios im Zuge des Concord-Debakels und Teile von Bend Studio nach gecancelten Online-Projekten Federn lassen mussten. In der Community sorgt vor allem die Kratos-lose Ausrichtung von Laufey für gespaltene Reaktionen: Manche Fans feiern den mutigen Perspektivwechsel, andere befürchten, dass Sony damit sein wichtigstes Zugpferd riskiert – Kritik, die sich auch in den überwiegend negativen Reaktionen auf den ersten Trailer widerspiegelte.
Für uns zeigt diese Bestandsaufnahme vor allem eins: Sony fährt aktuell zweigleisig zwischen mutigen kreativen Wetten und den Nachwirkungen seiner gescheiterten Live-Service-Strategie. Dass ausgerechnet Laufey und Wolverine die Fahne hochhalten sollen, während Naughty Dog im Dunkeln verschwindet und ganze Studios verschwinden, macht uns nervös für die kurzfristige Zukunft der Marke – langfristig könnte der Mut zu neuen Perspektiven wie bei God of War aber genau das sein, was die Reihe frisch hält.
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