Sony beruhigt PS5-Fans: Genug Speicherchips gesichert – trotz GTA-6-Ansturm
Wer sich Sorgen macht, im November leer auszugehen, kann aufatmen – zumindest ein bisschen. Sony hat in seinem jüngsten Quartalsbericht klargestellt, dass genug Speicherchips für die PS5-Produktion gesichert sind, um die eigenen Verkaufsziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Konkret erklärte das Unternehmen laut Berichten, <cite index="4-6">man habe die Menge an Speicher gesichert, die nötig sei, um das geplante Verkaufsvolumen für das Geschäftsjahr 2026 mit Ende April 2027 zu erreichen</cite>. Der Zeitpunkt der Ansage ist kein Zufall: Am 19. November erscheint mit GTA 6 einer der größten Blockbuster der Videospielgeschichte, und Analysten rechnen damit, dass allein dieses Spiel Millionen Menschen dazu bringen könnte, sich erstmals eine PS5 zuzulegen.
Hintergrund der Unsicherheit ist eine weltweite Speicherkrise, die längst nicht nur die Gaming-Branche trifft. <cite index="1-6">Ein globaler Engpass bei Arbeits- und Flash-Speicher, ausgelöst vor allem durch den enormen Hunger der KI-Rechenzentren, hat die Vertragspreise für herkömmlichen DRAM-Speicher seit dem dritten Quartal 2024 etwa verachtfacht.</cite> Die Folgen sind längst spürbar: Sony hat den Preis der PS5 in den USA bereits zweimal angehoben, zuletzt im April 2026, als die Standard-Konsole mit Diskettenlaufwerk auf 649,99 Dollar kletterte und die PS5 Pro sogar auf 899 Dollar. Auch Microsoft und Nintendo mussten bei Xbox und Switch 2 nachziehen – die Ära günstiger werdender Konsolen im Lebenszyklus scheint vorerst vorbei zu sein.
Die Zahlen aus dem ersten Quartal zeigen, wie stark der Gegenwind bereits wirkt: <cite index="27-1,27-2">Im Zeitraum von April bis Juni 2026 wurden 1,6 Millionen PS5-Einheiten ausgeliefert, ein Rückgang von 0,9 Millionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.</cite> Trotzdem blickt Sony optimistisch nach vorn: Das Unternehmen hob seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr an, gestützt unter anderem durch <cite index="20-6">günstige Wechselkurse, strengere Kostenkontrolle und Rückerstattungen von US-Zöllen</cite>. In der Fachpresse wird das aber differenziert eingeordnet: Mehrere Beobachter, etwa bei Gameluster, weisen darauf hin, dass ein Großteil des Gewinnsprungs auf einmalige Zolleffekte zurückzuführen sei und die eigentliche Kernfrage bleibe, ob sich das Geschäft auch ohne diesen Rückenwind trägt. Andere Redaktionen wie GamesRadar+ und Kotaku loben zwar, dass Sony aktiv gegen Panikmache bei Händlern vorgeht, betonen aber unisono einen entscheidenden Unterschied: Sony garantiert die Stückzahl, nicht den Preis. Ob es bis November noch eine weitere Preiserhöhung gibt, ließ das Unternehmen offen. Manche Kolleg:innen empfehlen Interessierten deshalb schon jetzt, über zertifizierte generalüberholte Konsolen nachzudenken, statt bis zum Launch zu warten.
Die Speicherkrise wirft ihren Schatten inzwischen auch auf die fernere Zukunft der Marke: Mehrere Analystenberichte gehen davon aus, dass Sony den Start der PlayStation 6 wegen der angespannten Chip-Lage nach hinten verschieben könnte, statt wie ursprünglich erwartet Ende 2027 nun eher Richtung 2028 oder 2029. Für die aktuelle Generation bedeutet das vor allem eines: Die PS5 muss noch deutlich länger das Zugpferd bleiben, und GTA 6 wird zum wichtigsten Test, ob Sonys Wette auf gesicherten Nachschub tatsächlich aufgeht.
Dass Sony überhaupt öffentlich beteuern muss, genug RAM zu haben, zeigt, wie ernst die Lage hinter den Kulissen wirklich ist. Wir finden es bemerkenswert ehrlich, dass die Investoren-Kommunikation die Stückzahl zusichert, beim Preis aber bewusst schweigt – das riecht für uns stark nach einer weiteren Preiserhöhung, sobald der GTA-6-Hype seinen Zenit erreicht. Spieler:innen, die im November unbedingt dabei sein wollen, sollten sich also eher früher als später um ihre Konsole kümmern, bevor Angebot und Nachfrage die Preisspirale weiterdrehen.
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