Ablaufdatum inklusive: GTA-6-Boxen in Japan werden nach 170 Tagen zu Elektroschrott
Wer in Japan eine 'physische' Version von GTA 6 fürs PS5 kaufen will, sollte sich mit dem Einlösen des Codes lieber beeilen. Wie mehrere Fachmedien unter Berufung auf Rockstars eigene Support-Seite berichten, <cite index="3-3">verfallen die in physischen Kopien enthaltenen PS5-Download-Codes in Japan 170 Tage nach dem Launch-Datum des Spiels am 19. November 2026</cite>. Wer seinen Code also nicht bis etwa zum 8. Mai 2027 aktiviert, sitzt am Ende auf einer hübsch gestalteten, aber komplett nutzlosen Box – <cite index="3-4">ein leerer Karton ohne spielbaren Inhalt, obwohl man ganz normal eine physische Fassung gekauft hat</cite>.
Der Grund liegt, wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten, nicht bei Rockstar selbst, sondern in japanischem Recht. <cite index="1-7,1-8">Das japanische Zahlungsdienstleistungsgesetz verpflichtet Unternehmen, die Prepaid-Waren verkaufen, mindestens die Hälfte des Warenwerts bei einer Aufsichtsbehörde zu hinterlegen – zum Schutz der Verbraucher vor Betrug oder Firmenpleiten.</cite> <cite index="1-9">Von dieser Pflicht befreit ist aber, wer seine Prepaid-Codes so gestaltet, dass sie spätestens nach sechs Monaten verfallen</cite>. Mit 170 Tagen bleibt Rockstar knapp unter dieser Grenze – kein Zufall, wie auch Push Square anmerkt: <cite index="6-16">Rockstars Verweis auf 'regionale Regulierungen' passt exakt zu diesem rechtlichen Rahmen</cite>. Betroffen ist dabei ausschließlich die PS5-Version, denn <cite index="10-11">Xbox-Download-Codes sind nicht regional gesperrt und unterliegen nicht denselben Einschränkungen</cite>.
In der Community sorgt die Nachricht für ordentlich Zündstoff – vor allem, weil sie eine ohnehin schwelende Debatte neu befeuert. Dexerto zitiert einen Fan, der die Entwicklung als düsteres Omen für die Zukunft des Gamings sieht: <cite index="15-6,15-7">Fans nahmen die Nachricht nicht schweigend hin und beschwerten sich in sozialen Medien, wobei einer twitterte, die Zukunft des Gamings sehe 'ziemlich mies' aus</cite>. Auch TechSpot beobachtet wachsenden Unmut, da GTA-6-Fans ohnehin schon unzufrieden waren, dass die vermeintlich physische Version <cite index="5-2">nur einen Code zum Herunterladen des Spiels enthält, statt eines echten Datenträgers</cite>. Andere Stimmen relativieren allerdings, dass das Problem für die meisten Käufer:innen zum Release kaum spürbar sein dürfte – laut Digital Trends wird die Frist vor allem für <cite index="3-13">Sammler:innen, Geschenkkäufer:innen oder Leute, die eine versiegelte Kopie erst Monate später aus dem Regal ziehen</cite> zum Problem. Manche Nutzer:innen spekulieren zudem, dass die Regel womöglich nur einen separaten DLC-Code betrifft und nicht das Hauptspiel – Rockstar selbst hat dazu bislang keine klärenden Worte verloren.
Aus unserer Sicht ist das ein weiteres Symptom dafür, wie ausgehöhlt der Begriff 'physische Kopie' inzwischen ist: Eine Verpackung mit Ablaufdatum ist kein Ersatz für einen Datenträger, den man jahrzehntelang ins Regal stellen kann. Dass ausgerechnet Japans Verbraucherschutzgesetz hier zum Bumerang wird, weil Rockstar offenbar lieber ein enges Zeitfenster akzeptiert als in einen Garantiefonds einzuzahlen, wirkt wie ein Schuss ins eigene Marketing-Knie. Für uns bestätigt das vor allem eins: Wer bei GTA 6 wirklich etwas 'Physisches' will, sollte den Code am besten noch am Erscheinungstag einlösen – Sammlerwert hin oder her.
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