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Konsolen

Ubisoft verschenkt PC-Versionen an Xbox-Besitzer – mit einem dicken Haken

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28. July 2026 · IGN Articles ·

Wer auf der Xbox schon eine ordentliche Ubisoft-Sammlung angehäuft hat, darf sich freuen: Ab sofort bekommen Besitzer:innen digitaler Kopien von 13 ausgewählten Titeln die passende PC-Version kostenlos dazu. Betroffen sind unter anderem Assassin's Creed Mirage und Valhalla, Far Cry 6, Avatar: Frontiers of Pandora, Watch Dogs Legion, Rainbow Six Siege sowie die Crew-Reihe. Wer eines dieser Spiele digital auf Xbox besitzt, bekommt Zugriff auf die PC-Fassung über Ubisofts eigenen Launcher Ubisoft Connect – vorausgesetzt, Xbox- und Ubisoft-Account sind miteinander verknüpft. Neukäufe schalten die Doppel-Lizenz ab sofort automatisch frei, Bestandsbesitzer:innen erhalten ihre PC-Kopie über einen gestaffelten Rollout, der bis zum 4. August läuft.

Ganz uneigennützig ist der Deal aber nicht gestrickt: Die Aktion funktioniert ausschließlich in eine Richtung. Wer eines der Spiele zuerst auf dem PC kauft, bekommt daraus keinen Anspruch auf die Xbox-Version. Auch bei Zusatzinhalten gibt es Einschränkungen – zwar wandern die meisten gekauften Editionen und DLCs mit auf den PC, doch Verbrauchsgüter wie Ingame-Währungen oder einmalige Items bleiben außen vor, sofern das jeweilige Spiel kein Cross-Progression-System bietet. Parallel zur Aktion hat Ubisoft zudem sein Angebot in der Xbox-PC-App erweitert und bietet dort nun Premium-Editionen und Zusatzinhalte für Titel wie Assassin's Creed Shadows, Star Wars Outlaws und Prince of Persia: The Lost Crown an.

In der Fachpresse überwiegt trotz des grundsätzlich netten Gestus die Ernüchterung. Mehrere Portale weisen darauf hin, dass die verschenkten PC-Versionen nicht Teil des offiziellen Xbox-Play-Anywhere-Programms sind – es fehlen Achievements, Cloud-Saves und die nahtlose Speicherstand-Synchronisation, die man von Microsofts eigenen Cross-Buy-Titeln kennt. Windows Central bringt es besonders deutlich auf den Punkt: Die Ubisoft-Fassungen auf Xbox-PC seien ohne Erfolge, Speicher-Synchronisierung oder andere Xbox-typische Funktionen ausgestattet, weshalb man diesen Schritt lediglich als kleines Trostpflaster wertet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Spiele nicht direkt in der gewohnten Xbox-App laufen, sondern zwingend über Ubisoft Connect gestartet werden müssen – einen Launcher, der in der PC-Community traditionell einen denkbar schlechten Ruf genießt und regelmäßig für Login-Probleme, Zwangsupdates und DRM-Ärger kritisiert wird. Andere Stimmen wie The Outerhaven sehen den Schritt trotz der Einschränkungen positiv: Wer bereits fürs Spiel bezahlt hat und heute lieber am PC zockt, bekommt hier immerhin einen echten Mehrwert ohne Aufpreis.

Dass Ubisoft überhaupt in Verbraucherfreundlichkeit investiert, überrascht angesichts der wirtschaftlichen Lage des Konzerns wenig – schließlich hat das Unternehmen zuletzt einen Rekordverlust von 1,3 Milliarden Euro sowie einen Einbruch der Net Bookings um 17,4 Prozent vermelden müssen und kämpft parallel mit Studioschließungen und Stellenabbau. Die engere Verzahnung mit Xbox dürfte also auch strategisch motiviert sein: Mehr Plattform-Flexibilität soll Kund:innen enger an die eigenen Marken binden, während sich der Konzern mit der Tencent-finanzierten Vantage Studios auf seine großen Zugpferde wie Assassin's Creed, Far Cry und Rainbow Six konzentriert.

🗣️ Einschätzung der Redaktion

Grundsätzlich freuen wir uns über jedes Angebot, das Spieler:innen Plattformfreiheit schenkt, ohne dass sie erneut zur Kasse gebeten werden. Aber ganz ehrlich: Wenn man am Ende doch wieder durch Ubisoft Connect muss und auf Achievements sowie Cloud-Saves verzichtet, fühlt sich das eher nach einem netten PR-Move als nach einem echten Play-Anywhere-Erlebnis an. Ubisoft hätte hier die Chance gehabt, mit einer saubereren Umsetzung richtig zu punkten – stattdessen bleibt ein Bonus mit Fußnote.

Zur Originalquelle (IGN Articles) →

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