PS5-Zukunft im Check: Warum 2026 das bisher stärkste Exclusive-Jahr wird
Wer in den letzten Monaten das Gefühl hatte, bei PlayStation-Exclusives sei etwas Luft raus, lag damit gar nicht so falsch. Laut einer aktuellen Einordnung von IGN war 2025 für Sonys eigene Studios ein vergleichsweise ruhiges Jahr – abgesehen von Death Stranding 2: On the Beach und Ghost of Yotei kam von den first-party Teams wenig Großes, während kleinere Projekte wie Sword of the Sea, Dispatch oder Baby Steps die Konsole am Laufen hielten. Umso auffälliger ist jetzt der Kurswechsel: 2026 soll laut IGN ein deutlich größeres Jahr für PlayStation werden.
Der Beweis dafür lieferte bereits die State-of-Play-Show im Juni 2026, bei der gleich mehrere Schwergewichte enthüllt wurden. Santa Monica Studio kündigte mit God of War Laufey eine direkte Fortsetzung der Geschichte von God of War (2018) an, die sich um Faye alias Laufey dreht und nach ihrer Beerdigung ansetzt, wenn sie erwacht und merkt, dass die Pläne zum Schutz von Kratos und Atreus in Gefahr geraten sind. Parallel dazu wurde mit Until Dawn 2 ein eigenständiges Horror-Abenteuer von Firesprite angekündigt, das mit neuer Besetzung eine Gruppe von Geisterjägern auf einer Insel begleitet und für 2027 geplant ist. Dazu gesellen sich weiterhin erwartete Titel wie Marvel's Wolverine von Insomniac Games, das für Herbst 2026 exklusiv für PS5 angesetzt ist, sowie kommende Projekte wie Phantom Blade Zero, Fairgame$ und Intergalactic: The Heretic Prophet, die aktuell noch ohne festes Datum in der Pipeline stecken.
Dass Sonys Exclusive-Strategie trotz aller Multiplattform-Trends bei Konkurrenten weiterhin aufgeht, zeigt sich an zwei aktuellen Beispielen aus der Community-Diskussion. Rund um Ghost of Yotei gab es im Vorfeld eine auffällig negative Stimmung, die sich in Verkaufszahlen jedoch nicht bestätigte: Das Spiel verkaufte sich in den USA 2025 nur hinter Battlefield 6 und NBA 2K26 und war damit das einzige reine Singleplayer-Spiel in den Top Ten des Jahres – ein Umstand, den Fachmedien wie Push Square explizit als Beleg dafür werten, dass die Boykott-Rufe nur von einer lauten Minderheit kamen. Auch das storygetriebene Roguelike Saros von Housemarque, das im April 2026 erschien, wurde von Journalisten unter anderem bei IGN, GameSpot und VGC bereits früh als ernstzunehmender Kandidat für das Spiel des Jahres gehandelt.
Aus unserer Sicht zeigt dieser Rückblick vor allem eins: Totgesagte leben länger. Während viele schon das Ende klassischer Konsolen-Exclusives ausgerufen haben, beweisen Ghost of Yotei und Saros, dass Spieler:innen für gute, eigenständige PS5-Erlebnisse noch immer bereit sind, Vollpreis zu zahlen. Wir sind besonders gespannt, ob God of War Laufey und Until Dawn 2 an die Klasse ihrer Vorgänger anknüpfen können – nach dem eher mageren 2025 hat Sony hier einiges gutzumachen.
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